Ideacon

Praxisbeispiel: Prozessoptimierung im Personalbereich

Ausgangssituation und Auftrag

Ein international tätiges Unternehmen stand vor der Herausforderung, die Vielzahl an Prozessen innerhalb der Personalservices transparenter und effizienter zu gestalten. Über Jahre gewachsene Abläufe, heterogene Systemlandschaften und ein hoher manueller Anteil führten zu langen Bearbeitungszeiten, inkonsistenten Ergebnissen und zunehmender Belastung bei HR und Mitarbeitenden.

Gemeinsam mit Ideacon wurde zunächst eine strukturierte Analyse durchgeführt. Ideacon erhob alle Personalprozesse entlang der Employee Journey und kategorisierte sie anschließend nach dem ABC-Schema, bewertet nach Aufwand, Nutzen und Optimierungspotenzial – unter anderem nach Digitalisierungspotenzial, Effizienzeinsparung und Einfluss auf die Employee Experience.

Auf dieser Basis definierte Ideacon priorisierte Prozesse. Im Fokus standen Prozesse mit hohem Volumen, hohem manuellem Aufwand und direkter Wirkung auf Mitarbeitende. Die Analyse zeigte deutlich: Auch große, international aufgestellte Organisationen arbeiten an vielen Stellen noch mit manuellen, papierbasierten und redundanten Schritten.

Vorgehen

Die Optimierung erfolgte in klar strukturierten Teilprojekten mit enger Einbindung der relevanten Stakeholder. Zu Beginn standen ein Kick-off und die Definition eines Zielbilds mit HR-Führungskräften und IT. Danach bildete Ideacon gemeinsam mit dem Kunden interdisziplinäre Teams aus HR, IT und Fachbereichen und legte Meilensteine und Zeitplanung verbindlich fest.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die frühe Einbindung der späteren Implementierungspartner. Dadurch reduzierte sich die typische Kommunikationsbarriere zwischen Fachbereich und IT. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde ein gemeinsamer Lösungsfokus.

Die konkrete Projektarbeit erfolgte in drei Schritten. Erstens: Prozessdetaillierung. Ideacon erhob die Ist-Prozesse, identifizierte Medienbrüche, Redundanzen und Inkonsistenzen und definierte klare Soll-Prozesse. Ein oft unterschätzter Hebel waren einfache, visuelle Prozessdarstellungen. Sie erzeugten ein gemeinsames Verständnis und beschleunigten Entscheidungen.

Zweitens: Digitalisierung und Automatisierung. Ideacon führte digitale Workflows ein, automatisierte standardisierte Tätigkeiten und integrierte die HR-Systeme. Dadurch entstand eine beherrschbare Struktur für viele abteilungsübergreifende Schnittstellen. Drittens: Pilotierung und Roll-out. Ideacon testete neue Abläufe iterativ, justierte sie nach und rollte sie schrittweise aus.

Ergebnis und Kundennutzen

Die Optimierungsmaßnahmen reduzierten Bearbeitungszeiten in zentralen HR-Prozessen. Die Effizienz im Personalbereich stieg messbar. Durch Automatisierung und digitale Workflows verbesserte sich die Datenqualität.

Mitarbeitende profitieren von transparenteren und schnelleren Abläufen. HR gewann Freiräume für strategische Themen. Das Projekt zeigte deutlich: Effizienzsteigerung im HR-Umfeld ist keine reine Kosten- oder Technologiefrage. Es geht auch darum, Menschen von unnötiger administrativer Arbeit zu entlasten.

HR vom Verwaltungsprozess zum Serviceprozess entwickeln

Die Vielzahl eng miteinander verknüpfter Personalprozesse macht Prozessoptimierung im HR-Umfeld besonders anspruchsvoll. Nachhaltiger Mehrwert entsteht nur, wenn Digitalisierung, Effizienz und Employee Experience gemeinsam gedacht werden.

Der eigentliche Hebel liegt oft im bewussten Weglassen unnötiger Schritte. Wer Prozesse erst sichtbar macht und dann digitalisiert, schafft Services. Wer die Reihenfolge umdreht, bekommt meist nur schnellere Bürokratie.

Managing Consultant

Katharina Phillip